Ursprünglich hatten Männer und Frauen immer getrennte Friseursalons. Der Trend von Unisex-Friseursalons kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nun wendet sich das Blatt erneut und der klassische Barbershop erlebt ein Revival. Er gilt als Ort, wo Männern und deren Bart wieder höchste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wir finden, es war an der Zeit, wenn man bedenkt, dass der klassische Unisex-Friseursalon die meisten Angebote allein für Frauen parat hält. Dabei lässt ein Bart so viele Stylingmöglichkeiten offen! Barber sind also eine gute Sache für Männer. Die einzige Frage, die bleibt, ist: Was macht einen guten Barbershop aus? In unserem Beitrag versuchen wir euch darauf eine Antwort zu geben.

Der Barber

Barber

Ganz klar – der Barber muss sein Handwerk können. Ein guter Barber braucht eine scharfe Klinge und einwandfreies Werkzeug, damit er mit ruhiger und präziser Hand für Glattrasuren oder Trimmrasuren sorgen kann. Das Angebot sollte aber viel weitergehen: Ein guter Barber bietet nicht nur eine breite Palette an Schnitttechniken an, sondern kennt auch die besten Produkte zur Bartpflege. Er setzt auf höchsten Qualitätsanspruch und verwendet nur Produkte, für die er auch einstehen kann. Ein Barber sollte seinen Beruf nicht nur als solchen ansehen, sondern vielmehr als Berufung. Kurzum: Er zeigt Qualität und Authentizität.

Die meisten richtig guten Baber haben ein gutes Auge und sind sehr detailverliebt. Sie wollen, dass ihre Kunden den Salon gepflegt verlassen, wo jede Frisur bis in die Spitzen sitzt und der Bart perfekt in From gebracht wurde. Der Besuch beim Barber sollte weniger dem Klassischen „Cut&Go“, sondern mehr einem Wellness-Erlebnis gleichkommen.

Die Atmosphäre im Barbershop

barbershop

Doch nicht nur der Bartfrisur selbst sollte der Barber genügend Aufmerksamkeit schenken. Wenn er dem Kunden, wie oben erwähnt, ein Wellness-Erlebnis bereiten will, spielt natürlich auch das Drumherum eine Rolle. Ein Besuch beim Barber sollte ein cooles, fast sinnliches Erlebnis für den Mann sein. Der Barbershop soll ein Ort sein, wo Männer sich wohl fühlen, wo der Bart auf Vintage Lederstühlen geformt wird, wo ein erdiger und nostalgischer Geruch herrscht und die restliche Einrichtung des Barbershops deutlich „Mann“ schreit. Männer wollen ebenso einen Ort haben, wo sie sich wohlfühlen. Ganz oft sind Barbershops auch eine „frauenfreie Zone“ und gibt Männern damit eine eigene Rückzugsmöglichkeit.

Zusätzliche Ausstattung des Barbershops

Mit einer coolen Einrichtung ist es jedoch noch nicht ganz getan. Denn der Besuch im Barbershop soll ganzheitlich sein und nichts an Wünschen offenlassen. Ein paar Männermagazine, Whiskey und Bier, ein HD-Fernseher, Gespräche über Fußball und Frauen. Das klingt erst mal sehr engstirnig, sagt ihr? Vielleicht, dennoch wollen Barbershops genau das nicht sein, sondern lediglich Raum bieten für Themen, die Männer beschäftigen. Somit hat der Barbershop den legendären „Nacktraum“ fast schon abgelöst. Der Besuch beim Barber ist besonders – ein Ort der Zusammenkunft und des Austausches.

Die Beziehung zum Barber(shop)

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Der Barbershop Trend ist bestimmt auch etwas auf eine immer schneller werdende Gesellschaft zurückzuführen. Denn der Besuch im Bartsalon ist immer auch mit etwas Zeit verbunden. Leider investieren viele Männer diese oft nicht. Sie gehen lieber standardmäßig zu einer Friseurin, die natürlich auch den Bart zu stutzen vermag, jedoch weit weniger Liebe und Detailverliebtheit investiert. Dabei wird leicht vergessen, dass viele Männer (wie auch Frauen), gerne einen Friseur/Barber haben, mit dem sie sich austauschen und der die Haar- und Bartvorlieben kennt. Somit ist der Gang zum Barber weniger dieser, als ein Abhängen mit einem alten Freund.