Unzählige Artikel im Internet sagen uns, dass gute Haarpflege im Winter besonders wichtig ist. Wir finden, eine gesunde Haarpflege ist aber das ganze Jahr notwendig. Allerdings strapazieren die unbeständigen Temperaturen und warme Kopfbedeckungen, die die Haarstruktur aufrauen, das Haar im Winter besonders. Deshalb sollte Haarpflege zwar nicht erst im Winter beginnen, aber auf die speziellen Bedürfnisse Deines Haares angepasst werden. Im Sommer bereits von der Sonne ausgetrocknet bringt das Haar oft zu wenig Nährstoffe und zu geringe Widerstandskraft mit, um die Temperaturschwankungen im Winter unbeschädigt zu überstehen. Bei uns findet Ihr sieben Tipps, die leicht umsetzbar sind und mit denen Ihr Euer Haar winterfest machen könnt! Dann glänzt das Haar in der Frühlingssonne umso heller 🙂

#1: Jeden Tag die Haare kämmen

Haare sollten morgens immer gut gekämmt werden: Zuallererst ist das Kämmen eine schöne Massage am Morgen und verleiht dem Haar Glanz und Kraft. Am Schonendsten ist eine Bürste mit Wildschweinborsten, da diese dem menschlichen Haar am Meisten ähneln. Weiters verteilen sich durch das Bürsten die natürlichen Fette der Kopfhaut bis in die trockenen Spitzen der Haare und ist somit die günstigste aller Haarkuren!

#2: Wassertemperatur

Duschkopf Die ideale Wassertemperatur beim Kopfbad ist nicht zu unterschätzen! Zu heißes Wasser öffnet die oberste Schutzschicht der Haare und das Haar verliert natürliche Feuchtigkeit und Glanz. Deshalb ist es immer besser, seine Haare mit lauwarmen Wasser zu waschen. Dies gilt im Übrigen auch für den Trocknungsprozess – kalte oder mittel-heiße Föhnluft ist am besten für Deine Haare. Unser Tipp: Für die extra Portion Glanz die Haare nach dem Waschen kurz mit kaltem Wasser „abschrecken“.

#3: Mildes Shampoo

Das größte Problem im Winter sind die extreme Kälte und die warme Heizungsluft. Dieser Wechsel zwischen den Temperaturen kann nur zu einem führen: trockenem Haar, das stumpf und leblos wirkt. Im Winter ist somit besonders auf milde Shampoos zu achten, die sanfte und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, wie Panthenol, enthalten und einen niederen PH-Wert aufweisen. Auch Shampoos mit Ölen helfen Dein Haar zu unterstützen, sind jedoch z. B. bei feinem Haar nicht zu empfehlen.

#4:  Nasse Haare bleiben im Haus

Nasse Haare Absolutes No-Go! Wer mit feuchten oder nassen Haaren im Winter das Haus verlässt, riskiert, dass seine Haare gefrieren und dadurch abbrechen. Da kann auch die beste Kur nicht mehr helfen. Außerdem ist das Risiko sich auch noch zu erkälten erhöht oder sich unangenehme Verspannungen im Nacken zuzuziehen. Das bedeutet aber eines: Wer gerne morgens duscht, ist gezwungen seine Haare zu föhnen. Wie erwähnt, ist kalte oder mittlere Föhnluft am Schonendsten für die Haarstruktur. Wenn du trockene aber bestens gestylte Haare willst, und es dennoch nicht sonderlich strapazieren willst, empfehlen wir die BaByliss Warmluftbürste Brush Style 2736E.
Die BaByliss Warmluftbürste Brush Style 2736E
Die BaByliss Warmluftbürste Brush Style 2736E
Dank der Keramikbeschichtung der Thermobürste wird das Haar optimal geschützt. Je nach Stylingwunsch lässt sich der Aufsatz leicht austauschen: Die rotierende Rundbürste sorgt für Volumen und schönen Glanz. Die Routierrichtung ist frei einstellbar und passt sich Deinen Stylingwünschen an! Die Zentrierdüse ist zum Vortrocknen des Haares und der Glättaufsatz aus Keramik sorgt für die perfekte Glättung. Dank der Ionic-Technologie wird die Haaroberfläche geglättet und statische Aufladung reduziert und verhindern eine Kräuselung. Mehr Infos findest du hier – wir haben die Bürste testen lassen!

#5: Fizz vermeiden

Blonde Haare Wollmützen, Rollkragenpullovers und Co. bedeuten ebenfalls eine große Belastungsprobe für längeres Haar. Entweder die Haare hängen zwischen Jacke und Schal fest und reißen beim Herausziehen ab, oder laden sich statisch an dem Wollmaterial auf. Wir empfehlen: Schon beim Anziehen darauf achten, das Haar in zwei Partien zu teilen und diese locker über die Schultern fallen lassen. Auch lässige Zopf- oder Flechtfrisuren im DIY-Style sind eine gute Alternative, um lästigen Haarfizz oder elektrisch aufgeladene Haare zu vermeiden. Außerdem bieten diese Frisuren der Kälte viel weniger Angriffsfläche. Auf unserer Pinterest Pinnwand „DIY-Styles“ findest du ein paar gute Anregungen. Einfach hier reinklicken!

#6: Die richtigen Haarkuren für die richtige Haarpflege im Winter

Avocado Mit einer Haarkur pro Woche bleibt das Haar fit und kräftig, auch während der zehrenden Wintermonate. Je nach Haartyp und Schädigungsgrad empfehlen wir eine andere Haarkur. Tipp, damit die Wirkstoffe besser einwirken: Nach Auftragen der Kur das Haar in Frischhaltefolie einwickeln und noch mit einem warmen Frotteehandtuch umhüllen – denn Wärme aktiviert. Die Kuren bis zu 30 Minuten einwirken lassen, dann gründlich ausspülen. Alternativ kann man sich natürlich auch in die Sauna setzen ;-).

Hier findet Ihr unsere Top drei Kuren für die Haarpflege im Winter:

Fruchtiges gegen trockenes und strapaziertes Haar:

Zutaten:
  • 1 sehr reife Banane
  • 1 reife Mango
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Zitronensaft
Banane und Mango schälen und die Früchte in kleine Stücke schneiden. Eigelb und Zitronensaft dazugeben. Das Kokosfett wird in einem Wasserbad bei ca. 30 Grad erhitzt. Vorsicht – das Fett darf nicht zu heiß werden, da sonst das Ei stockt. Das flüssige Öl dann zu der Fruchtmischung geben und pürieren. Auf das Haar auftragen und 30 Minuten einwirken lassen.

Süße Mischung gegen Spliss:

Zutaten:
  • 1 Ei
  • 1 TL Honig
  • 2 EL Olivenöl
Honig in einem Wasserbad auf ca. 40 Grad erhitzen und dann das Olivenöl unter kräftigem Rühren beimengen. Das Ei dazugeben, auf die Haarlängen verteilen und 30 Minuten einwirken lassen.

Natürliches Öl für gefärbte Haare:

Zutaten:
  • 1 EL Avocadoöl
  • Halbe, reife Avocado
  • 10 Tropfen Rizinusöl
  • 1 Spritzer Zitrone
Fruchtfleisch der Avocado mit den Ölen sowie mit der Zitrone vermischen und pürieren, bis es eine streichfähige Masse ist. Die Kur leicht einmassieren und für 30 Minuten auf den feuchten Kopf auftragen.

#7: Spitzen schneiden

Wenn Spliss nur an den äußersten Spitzen zu sehen ist, kann man mit unseren Haarkuren die Struktur der Haare wieder verschießen. Ist schon mehr Schaden zu erkennen, bleibt nichts anderes übrig, als der Besuch beim Friseur. Generell ist im Herbst zu empfehlen, die Spitzen einmal zu schneiden, da sie ohnehin von Sonne, Salzwasser und Wind im Sommer geschädigt wurden. So erhalten Deine Haare neuen Schwung und sehen gesund aus. Außerdem: Wenn man Spliss nicht behandelt, frisst sich dieser immer weiter die Haare hoch. Wer seine Frisur also nicht radikal verändern will, sollte auf die Anzeichen achten.

#8: Farbfrische ohne Färben

Haarpflege im Winter Du fragst dich, wie du Deine Haarfarbe im Herbst auffrischen kannst und lästige Verfärbungen durch Sonne und Chlorwasser wieder loswirst? Es ist ganz einfach – und dazu ist nicht mal unbedingt ein Friseurbesuch notwendig! Wir sagen dir wie:
  • Helles oder blondes Haar: Zitrone hellt das Haar auf. Wer also auf den „Von-der-Sonne-geküsst-Look“ auch im Herbst nicht verzichten will, schafft das mit diesem einfachen Trick: Den Saft einer Zitrone mit Wasser oder Kamillentee mischen, auf das Haar geben und kurz einwirken lassen. Danach gut ausspülen und am besten das Haar noch einmal mit Kamille durchspülen. Fertig!
  • Rote Haare: Hier ist es etwas aufwendiger einen schönen Glanz zu bekommen, allerdings lohnt es sich! Einfach eine Hand voll Lorbeerblätter für etwa 15 bis 20 Minuten in einem Liter Wasser köcheln.  Lorbeerblätter aus dem Sud nehmen und sobald das Wasser etwas abgekühlt ist, die Haare mit dem Kräuterwasser abspülen.  Nachspülen und fertig ist der rote Glanz.
  • Dunkles oder braunes Haar: Hier eigen sich Kaffeebohnen! Dazu einfach eine Tasse Espresso in die Haare geben, kurz einwirken lassen und schon glänzen Deine Haare in neuer, satter Farbe.

Fazit

Die richtige Pflege im Winter ist essenziell, aber muss individuell angepasst werden, da jedes Haar seine eigenen Bedürfnisse hat. Wir empfehlen, Euch gut über die Produkte, die Ihr verwendet zu informieren und das passende für Eure Haarstruktur auszuwählen. Wie unsere Basic Tipps zeigen, gibt es viele kleine Tricks für jede Haarart, die nicht einmal besonders aufwendig, noch teuer sein müssen. Das meiste kann man einfach in seinen Alltag integrieren und mit Zutaten aus der eigenen Küche schöneres Haar zaubern. Somit gibt es also keinen Grund auf die richtige Haarpflege verzichten zu müssen. Für weitere Beauty-und Kosmetiktipps rund um Haar und Haut folgt uns auf Pinterest und klickt hier rein bei „Beautiful Life“!